Samstag, 27. Dezember 2014

Nachlese wj50 Charity Session

Bunter musikalischer Gabenteller findet großen Anklang
wj Aurich. Allseits große Zufriedenheit herrschte beim Benefiz-Konzert, das am vergangenen Dienstag in der Auricher „Tanzbar“ über die Bühne ging. Insgesamt 14 Künstler hatten sich zusammen getan, um für die Kinderhospizarbeit des Auricher Hospizvereins Geld zu sammeln. Ihr Programm, das stilistisch von Folk über Pop und Rock bis hin zu Alternative reichte, fand großen Anklang. Mehr als 200 Besucher kamen und zeigten sich durchweg begeistert über den bunten vorweihnachtlichen musikalischen Gabenteller. Organisiert wurde die Party von dem Journalisten und Autor Werner Jürgens, der das Event aus Anlass seines 50. Geburtstags in Kooperation mit Ewald Maas von der Veranstaltungsagentur „Marema“ auf die Beine gestellt hatte. 

Zum Auftakt des Abends brachten Gerrit Adams mit seinem Sohn Colin sowie Bernd Mingers am Schlagzeug das Publikum mit gepflegten Cover-Rock à la „The Joker“, „A Horse with no name“ und dergleichen schnell auf Betriebstemperatur. Aurichs Szene-Urgestein Enno Jakobs und Hans-Peter Kabbe konnten hier nahtlos anzuknüpfen, wobei speziell Ennos neu getextete ostfriesische Variante des bekannten Ingo-Insterburg-Chansons „Ich liebte ein Mädchen...“ für ordentlich Stimmung sorgte. Als nächster Interpret stellte der gebürtige Marienhafener Matthias Brungers eindrucksvoll unter Beweis, dass und wie sich plattdeutsche Texte mit zeitgemäßen Rock- & Pop-Klängen verquicken lassen. 

Das Akustik-Duo „Soul-mate“ bestehend aus Andreas Klein und Inga Lonkwitz bot danach eine hochwertige Mischung aus Cover-Versionen und Eigenkomposition plus ein paar wundervolle Weihnachtslieder, die das bestens aufgelegte Publikum sehr gerne mitsang. Da Andreas Klein am 24. Dezember Geburtstag hat, bekam er außerdem gleich noch ein passendes Ständchen dargeboten, nachdem er die Bühne bereits verlassen hatte. Musikalisch untermalt wurde die spontane „Happy Birthday“-Einlage von Helmut Bengen, Oliver Jüchems und Jens Meints. Das Trio begeisterte die Besucher in der „Tanzbar“ mit kernigen und buchstäblich elektrisierendem Bluesrock nach Vorbildern wie z.B. Jimi Hendrix, Eric Clapton & Co. 

Den würdigen Schlusspunkt bei diesem Benefiz-Konzert setzte die Auricher Alternative-Formation „Frogfly“. Die Gruppe hatte seit mehr als vier Jahren nicht mehr gemeinsam live auf der Bühne musiziert und sich eigens für diesen Auftritt noch einmal zusammen getan. Die fehlende Spielpraxis war dem Trio allerdings kaum anzumerken. Die Jungens gaben wirklich alles, was Ende dazu führte, dass Bassist Marcus Dannemann sogar blutige Finger hatte. „Aber das war es wert“, so der Kommentar des Musikers, der damit sicherlich stellvertretend für viele Musiker und Besucher, die diesen denkwürdigen Abend ähnlich erlebt haben, gesprochen hat.
Foto: Ralf Jakobs. Video: nitelife.tv - Jürgen Wieckmann 
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