Donnerstag, 11. Juli 2013

Netzwerk ProBeweis

Möglichst lückenlose Beweiskette sicherstellen
wj Aurich. „Nichts anfassen bevor die Spurensicherung kommt!“ Den Satz hat sicherlich fast jeder von uns in irgendeinem Krimi schon mal gehört. Tatsächlich ist Spurensicherung für Polizei und Gerichte wichtig und kompliziert zugleich. Besonders heikel gestaltet sie sich in Fällen von sexueller oder häuslicher Gewalt. Denn oft treten gerade diese Opfer aus Scham, Schock oder Angst vor negativen Konsequenzen den Gang zum Arzt entweder viel zu spät oder überhaupt nicht an. Für solche Betroffene gibt es seit Sommer 2012 im Rahmen des Projektes „Netzwerk ProBeweis“ ein anonymisiertes Dokumentationsverfahren. Die Idee dahinter: Die Opfer können die Beweise für erlittene körperliche Gewalt zunächst kostenfrei ärztlich sichern lassen und entscheiden später, ob Anzeige erstattet werden soll oder nicht. Als bisher einziges Krankenhaus in Ostfriesland nimmt die Auricher Ubbo-Emmius-Klinik (UEK) seit Anfang Juli diesen Jahres an dem Netzwerk teil. Das Projekt wird – vorerst bis einschließlich 2014 - vom Niedersächsischen Sozialministerium mit jährlich 270 000 Euro gefördert.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 11. Juli 2013
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