Donnerstag, 9. Mai 2019

INTERVIEW mit Sönke Meinen

"Einen Plan B gab es nie"
In Laufe seiner noch jungen Karriere hat Sönke Meinen bereits eine stattliche Reihe renommierter Auszeichnungen abgeräumt. So ist der 1991 in Ihlow geborene Musiker u.a. Preisträger des „European Guitar Award“ und gewann den im Jahr 2016 weltweit größten Gitarrenwettbewerb "Guitar Masters". Vergangenes Jahr spielte der gebürtige Ostfriese gemeinsam mit dem dänischen Geiger Bjarke Falgren das von der Kritik hoch gelobte Album „Postcard to Self“ ein. Beide Künstler werden am 12. Mai 2019 live in der Kirche in Ihlowerfehn auftreten (Konzertbeginn: 19 Uhr, Tickets nur an der Abendkasse). Aus diesem Anlass stand Sönke Meinen im folgenden Interview mit Werner Jürgens Rede und Antwort.  

Frage: Nicht zuletzt aufgrund der internationalen Wettbewerbe, die Sie gewonnen haben, attestieren Ihnen die Experten auf Ihrem Instrument Weltklasse-Format. Wie schafft man von Ihlow aus den Sprung in diese Liga? 
Sönke Meinen: Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Mein Vater war Musiklehrer. Deswegen hatten wir bei uns Zuhause immer jede Menge Instrumente. Die Gitarre war eines der ersten Instrumente, die ich mir einfach gegriffen habe. Später hatte ich mit Emile Joseph einen exzellenten Gitarrenlehrer an der Musikschule in Aurich. Genauso wichtig waren aber viele inspirierende Konzerterlebnisse und Begegnungen mit spannenden Musikern – und nicht zuletzt natürlich das Musikstudium in Dresden mit großartigen und vor allem ganz verschiedenen Lehrern. 

Frage: Die meisten Jugendlichen, die Musik machen möchten, gründen eine Band. 
Meinen: Ich war tatsächlich erst zu Studienzeiten das erste Mal Teil einer Band. Zum einen war ich die ersten Jahre als Gitarrenschüler tatsächlich eher von Sologitarristen infiziert und bin zudem als Jugendlicher nie der Typ gewesen, der partout auf die Bühne wollte. Deswegen stand eine Band in Ostfriesland für mich nie zur Debatte. Während des Studiums an einer Musikhochschule trifft man viele tolle Musiker, so dass sich das fast zwangsläufig ergibt. Dabei hat sich für mich aber auch irgendwann herauskristallisiert, dass es neben meinem Solo-Projekt in erster Linie überschaubare Besetzungen wie zum Beispiel Duos sind, in denen ich meine Stärken eher ausspielen kann. 
Ausführliches Interview in der Emder Zeitung vom 09. Mai 2019